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/ 25.09.19 / 12:09

TeamViewer: Börsengang vollzogen, Altaktionäre können feiern!

Wie TeamViewer (WKN: A2YN90) heute Nacht bekanntgegeben hat, hat es das Unternehmen tatsächlich geschafft – und kann seinen Börsengang heute tatsächlich, wie geplant, vollziehen. Wir hatten ja im Vorfeld hier bei sharedeals.de durchaus kritisch über diesen IPO berichtet. Schauen wir uns daher nun mal die nun geschaffenen Fakten an. Das Wichtigste: Der Ausgabepreis der Aktien liegt bei 26,25 Euro und damit schon im oberen Drittel der Bookbuildingspanne zwischen 23,50 und 27,50 Euro.

Dabei konnten wohl alle 84 Mio. angebotenen Aktien platziert werden, so dass ein Bruttoemissionserlös in Höhe von knapp 2,21 Mrd. Euro erzielt werden konnte, der jedoch – wie berichtet – allein den Altaktionären, also Fonds der Permira-Gruppe, zufließen wird. Wobei dies noch nicht ganz klar ist, da erst noch abgewartet werden muss ob die sogenannte Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") durch die Banken letztlich tatsächlich vollständig ausgeübt werden kann.

Sollte dem aber so sein, liegt der Streubesitz letzten Endes bei 42,0%. Die übrigen 58,0% bleiben bei den Altaktionären. Die Marktkapitalisierung liegt jedoch in jedem Fall zunächst einmal bei 5,25 Mrd. Euro. Kein Wunder, dass sich TeamViewer-CEO Oliver Steil entsprechend über “ein starkes Interesse der Investoren am Börsengang” freut, in dem er “eine Bestätigung der Arbeit seines Teams” sieht. Diese erfolgreiche Arbeit möchte er nun, mit “dem Rückenwind des Börsengangs” natürlich gerne fortsetzen.

Unsere Kritikpunkte bleiben unverändert bestehen…

Als wir Ihnen hier auf sharedeals.de TeamViewer vor knapp zwei Wochen vorgestellt haben, kritisierten wir, dass dem Unternehmen selbst durch diesen IPO kein frisches Geld zufließt. So gibt es keinerlei Kapitalerhöhung, der Börsengang dient also nur der Geldbeschaffung der Altaktionäre. Bei diesem Kritikpunkt bleibt es natürlich. Gleiches gilt für die fundamentale Bewertung der Aktie, die uns weiterhin einfach (viel zu) hoch erscheint.

Die TeamViewer-Software läuft inzwischen auf nahezu allen Endgeräten, hier auf einem Tablet-PC.

Wobei diese extrem hohe Bewertung sicherlich in erster Linie dem Wunsch der Kasse machenden Altaktionäre entspricht, die dadurch eine Rendite in Höhe von mehr als +40% seit dem Einstieg im Jahr 2014 realisieren können. So wird TeamViewer bei einem voraussichtlichen Jahresumsatz 2019e von knapp 320 Mio. Euro sowie einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von circa 180 Mio. Euro immerhin ein Börsenwert von sage und schreibe 5,25 Mrd. Euro zugestanden.

Drastischer Kursrutsch bis hin zu einer Kurshalbierung droht!

Folglich kann es nicht sonderlich verwundern, dass die Aktie schon heute, an ihrem ersten offiziellen Handelstag, unter leichten Abgabedruck gerät. So notiert sie um die Mittagszeit mit Kursen deutlich unterhalb von 26 Euro mehr als -2% unter dem IPO-Preis von 26,25 Euro. Dabei dürften derzeit noch die den Börsengang begleitenden Banken, zu denen unter anderem Goldman Sachs, JPMorgan, die Bank of America Merrill Lynch sowie Barclays gehören, den Kurs stützen.

Der Unternehmenssitz (Headquarter, HQ) von TeamViewer in Göppingen (Baden-Württemberg, Deutschland).

Schließlich möchten diese ja auch noch die Mehrzuteilungsoption in Höhe von immerhin neun Mio. Aktien erfolgreich platzieren. Daher steht zu befürchten, dass die Aktie erst richtig zu fallen beginnen wird, wenn dies nach einigen Tagen geschehen ist. Meines Erachtens jedenfalls wäre selbst ein Ausgabepreis am unteren Ende der Bookbuildingspanne noch extrem sportlich gewesen. Den fundamental fairen Wert des Titels sah und sehe ich jedenfalls unverändert eher zwischen 12 und 15 Euro. Hier droht also, gerade im gegenwärtigen Marktumfeld, eine Kurshalbierung!

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